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Niederbergisches Land PDF Drucken E-Mail
Freitag, 22. April 2011 um 00:00 Uhr

Eine Mischung aus Industrieansiedlung und Naturlandschaft, eine Kombination von ursprünglichen Flussläufen und aus Menschenhand geschaffenen Talsperren - das ist das Niederbergische Land.

 

Unsere Tour beginnt bei strahlendem Sonnenschein am Schlossturm im Herzen der Altstadt von Düsseldorf, welcher an das 1872 abgebrannte Düsseldorfer Schloss erinnert. Vorbei am berühmten (Tennis-) Rochusclub passieren wir den „Wildpark im Grafenberger Wald“, welcher mit seiner Größe von 40 Hektar zu den größeren Parks in Düsseldorf gehört und zugleich einer der ältesten Wildparks in Deutschland ist. Hinter Ratingen und Gerresheim beginnt dann das „Niederbergische Land“ mit seinen sanft geschwungenen Hügeln, das vom Angerbach und der Düssel durchflossen wird.

 

Hier stoßen wir auch auf die Ruhr und touren gemütlich erst links - dann rechts - entlang ihrer Ufer durch die Ruhrauen. Mehrfach unterqueren wir auch die Ruhrtalbrücke (oder Mintarder Brücke). Diese 65m hohe Konstruktion der A52 ist in Deutschland mit 1.800 Metern die längste Straßenbrücke aus Stahl. Traurige Berühmtheit erlangte die Brücke schon kurz nach ihrer Fertigstellung, da etliche Lebensmüde versuchten, sich von ihr aus das Leben zu nehmen. Nachdem es seit der Fertigstellung ca. vier Selbstmorde pro Jahr gab, wurden später die Brückengeländer durch einen mehrere Meter hohen Zaun ersetzt.

Immer wieder kreuzen wir unterwegs die „Route der Industriekultur“, die erste industriekulturelle Ferienstraße Deutschlands, die einlädt, die einmalige industrielle Kulturlandschaft des Ruhrgebietes zu entdecken.

Hinter Bäumen, versteckt neben der Straße, erhaschen wir einen Blick auf Schloß Hugenpoet, ein von Gräften umgebenes Wasserschloss im Essener Stadtteil Kettwig in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss Landsberg. In Hattingen wenden wir uns in Richtung der „Elfringhauser Schweiz“ und wähnen uns fast im Sauerland. Bewaldete Hügel wechseln sich mit romantischen Bachtälern, Tannen- mit Mischwäldern ab; hier und da ein Gestüt oder ein Bauernhof und ansonsten - nichts! Auf kleinen Straßen, abseits der Hauptverkehrsadern, gleiten wir einfach dahin. Mit offenem Visier genießen wir die Landschaft mit ihren kleinen Fachwerk- und Schieferhäuschen. Nur der Zustand einiger vom vergangenen Winter frostgeschädigter Straßen stört kurzzeitig die Idylle und malträtiert den Allerwertesten.

Durch das überaus reizvolle Hesperbachtal mit seinem sich natürlich dahinschlängelnden Bachlauf machen wir einen Abstecher zum weit über Nordrhein-Westfalen hinaus bekannten Biker-Treff "Haus Scheppen" am Baldeneysee im Essener Süden. Unser Besuch dauert nur wenige Minuten. Offenbar hatten hunderte andere Biker bei dem traumhaften Osterwetter denselben Gedanken. Es herrscht Chaos pur und akute Parkplatznot.

Also schnell umgeplant und schon sind wir ins schöne Angertal unterwegs. Die Anger, welche im Wülfrather Stadtteich entspringt, fließt an Kalksteinbrüchen vorbei und schlängelt sich dann durch eine sanfte, hügelige Landschaft. Bei Ratingen wird das Tal dann enger. Aus der Ferne nur als schmaler grüner Streifen wahrgenommen, entpuppt sich das Tal als eine ausgedehnte Auenlandschaft. Hier versteckt sich am Fischteich eine urige Mühle, die „Auermühle“. Auch hier herrscht reger Betrieb; dennoch finden wir in dem ehrwürdigen, über 400 Jahre alten und liebevoll restaurierten Gemäuer noch ein gemütliches Plätzchen. Die Gelegenheit, zum Abschluss einer schönen Tour noch ein leckeres Eis zu genießen.

Bilder >>>

 

 

 

 

 
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