Kevelaer Motorradwallfahrt PDF Drucken

Kevelaer ist laut Brockhaus der größte Marien-Wallfahrtsort Nordwest-Europas und begrüßt alljährlich etwa eine Million Gäste. Wichtigster Anziehungspunkt ist und bleibt die Gnadenkapelle, die in über 350 Jahren die Wallfahrer aller Länder an den Niederrhein rief.Kevelaer01

Bereits zum 18. Mal wurden in Kevelaer vom 20.- 21. Juli, wie in jedem Jahr am dritten Juli-Wochenende, die Motorrad-Wallfahrer erwartet. Viele Teilnehmer kamen bereits am Freitag und richteten sich auf dem Zeltplatz ein. Die Band "Eulenspiegel" unterhielt schon am Freitagabend die Wallfahrer mit ihren eigenen Songs.
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Wie in den Anfangsjahren war in diesem Jahr der Zeltplatz wieder hinter den Sportplätzen bei der Gaststätte "Zum Einhorn". Hierdurch war der Weg in die Innenstadt von Kevelaer nicht weit. Am Samstagmorgen wurde ab 9 Uhr ein Frühstück angeboten. Die Wallfahrt begann um 13 Uhr mit der ersten (kurzen) Konvoifahrt zum Kapellenplatz mit anschließender Kevelaer07Andacht. Gefahren wurde mit allem, was annähernd als Motorrad durchging : auf Rollern, Oldtimern, Trikes und Kevelaer04Quades. Ab 15.30 Uhr konnten sich die Teilnehmer an der Vorbereitung des Wortgottesdienstes am Sonntag mit Bau des Lagerkreuzes beteiligen sowie an einem Spiele-Wettbewerb und an einem Motorrad-Sicherheitstraining der Verkehrswacht teilnehmen. Der Verein "Patienten im Wachkoma PIW" informierte über seine Arbeit. Für die kleinen Gäste gab es ein Kinderprogramm. Insbesonders auf Grund des zumindest tagsüber sehr sonnigen Wetter hatten ca. 6.000 Motorrad- und Motorrollerfahrer den Weg nach Kevelaer gefunden. Dazu gehörten natürlich auch die Rollerfreunde Grenzland, welche mit 16 Rollern angereist war. Es waren deutlich mehr Teilnehmer gekommen als in den letzten 17 Jahren. Einige Motorradfahrer kamen auch aus den neuen Bundesländern.
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Lichterprozession :

Um 20 Uhr startete die Lichterprozession ( Lichter = Scheinwerfer ) mit Ziel Gnadenkapelle. Die Strecke führte von der Walbecker Straße über Twistender Straße nach Twisteden, durch Twisteden nach Lüllingen. Von dort Richtung Straelen und über die L 2 (Auwel-Holt) und L 480 zum Grenzübergang Lingsfort. In den Niederlanden führte der Weg über den Touristischen Weg, Tuinstraat und Veenweg bis zur Kreuzung Wellsches Meer und von dort über den Grenzübergang Wellsche Hut, Richtung Kevelaer sowie über die OW 1 bis Twistender Straße.

Von dort fuhren die Teilnehmer zum Kapellenplatz. Zum Abschluss erwartete die Wallfahrer ein gemütlicher Abend in der Zeltstadt mit Lifemusik der Gruppe "Six in the fridge".

Am Sonntag wurde ab 8 Uhr wieder ein Frühstück angeboten und um 11 Uhr fand der Wortgottesdienst in der Zeltstadt statt. Dazu waren natürlich auch wieder alle Nicht-Motorradfahrer eingeladen. Um 13 Uhr fuhren die Teilnehmer ein letztes Mal im Konvoi zum Kapellenplatz, um vor der Gnadenkapelle den Segen für Mensch und Maschine zu empfangen.